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Christina Arnold

 

 

„Mein Ziel ist es, die Gegenwart der Ungarndeutschen zu dokumentieren, sowohl schriftstellerisch als auch journalistisch.“

Christina Arnold lebt seit ihrer Geburt 1977 in Nadasch, sie genoss im Dreigenerationenhaushalt eine ungarndeutsche Erziehung und erlernte auch den ortstypischen Dialekt. Nach dem Deutschen Klassenzug im Fünfkirchner Leőwey-Gymnasium studierte sie Germanistik, später Kommunikationswissenschaften und ist seit 1999 hauptberuflich Journalistin. Sie leitet die Deutsche Redaktion in Fünfkirchen, wo sie für das ungarndeutsche Radioprogramm „Treffpunkt am Vormittag“ und für das Fernsehprogramm „Unser Bildschirm“ zuständig ist.

Sie schreibt seit fast 30 Jahren regelmäßig für die Neue Zeitung, ihre Kolumne „Drillingsgeschichten“ über ihre 2005 geborenen Drillinge findet landesweit großen Anklang bei den Lesern.

Die literarische Laufbahn von Christina Arnold begann Ende der 90er Jahre, erste Erfolge feierte sie mit ihren Kurzgeschichten über das Leben der Ungarndeutschen. Seit 2000 ist sie Mitglied von VUdAK, dem Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler. Ihre Werke erschienen in der Literaturbeilage Signale und in mehreren Anthologien im In- und Ausland. Nach der Geburt ihrer Drillinge begann sie sich der Kinderliteratur zuzuwenden, die damals entstandenen Gedichte und Märchen erschienen in ihrem Familienbuch „Wolki und ihre Freunde“. Der Band enthält auch lustige Mundartgeschichten für Kinder, die – ebenso wie alle anderen Texte – auch als Audioaufnahme beigefügt wurden. Ihre Geschichte „Unser Tisch“ wurde 2024 für die ungarndeutsche schriftliche Maturaprüfung ausgewählt.

Seit 2020 schreibt Christina Arnold auch deutschsprachige Liedtexte, traditionelle Blasmusik-Melodien und Weihnachtslieder, die auf CD und auf Musikplattformen im Internet erschienen.

In ihrer Freizeit musiziert sie seit 2016 in der hauseigenen Familienband Nadascher Musikanten, in der drei Generationen – sie, ihr Vater und die Drillinge – zusammen ungarndeutsche Volksmusik spielen. 2011 erhielt sie die Anerkennung „Radiojournalistin des Jahres im öffentlich-rechtlichen Dienst“, und 2023 wurde sie mit dem Förderpreis des Donauschwäbischen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg geehrt. Sie ist Gründungsmitglied des internationalen Journalistenverbandes „Funkforum“, dem Zusammenschluss deutschsprachiger Redaktionen in Mittel- und Osteuropa mit Sitz in Temeswar, wo sie seit 20 Jahren aktiv Sendungen mitgestaltet. Sie gründete die Onlinegruppe „Werkstatt Ungarndeutscher Dichterinnen“ und war auch Mitglied der GJU. Christina Arnold geht gerne auf das Publikum zu, sie liest oft in Schulen, nimmt gerne an Lesungen im In- und Ausland teil. Ihre literarische Tätigkeit wurde in ihrem Heimatdorf Nadasch am ungarndeutschen Lehrpfad verewigt.