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Miteinander – besser!
Juni 2014
Im Jahre 1993 wurde das Gesetz LXXVII/1993 über die Rechte der nationalen und ethnischen Minderheiten Ungarns als wichtiger Meilenstein in der Nationalitätenpolitik verabschiedet. Der Kráter Werkstatt Verein sowie die vom Verein gegründete kulturelle Zeitschrift PoLíSz haben das Verhältnis der Mehrheitsnation sowie der Nationalitäten im Sinne des Gesetzes erörtert und 2011 in der Zeitschrift die Rubrik „Miteinander – besser!“ gestartet, in der die Literatur der erwähnten 13 Nationalitäten einzeln vorgestellt wurde. Als Ergebnis dieser Reihe stellt nunmehr der vorliegende ethnokulturelle Band* mit dem gleichen Titel eine Auswahl aus der Literatur der in Ungarn anerkannten 13 Nationalitäten dar.

Der Band wurde von Dr. Konrad Sutarski (polnische Nationalität) redigiert und zusammengestellt, wobei die einzelnen Kapitel jeweils mit einer Studie über den skizzenhaften Überblick bzw. über die Charakteristika der behandelten Literatur eingeführt werden. Neben den lyrischen und Prosawerken beinhalten die Kapitel auch die kurzen Lebensläufe der Autoren.

Die Auswahl aus der ungarndeutschen Literatur wird sogar mit zwei Studien eingeleitet. Eszter Propszt erörtert die Entwicklungslinien nach 1945 am Beispiel der ungarischsprachigen bzw. der deutschsprachigen Autoren sowie an deren Wirkung auf die Identitätsbildung. Die Studie von András F. Balogh stellt die Stationen des Neubeginns der ungarndeutschen Literatur am Beispiel der Anthologien, der Publikationsmöglichkeiten sowie des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler (VUdAK) dar, im Rahmen dessen die regelmäßige Präsentation der ungarndeutschen Literatur ermöglicht wurde.

Im Band sind die Mitglieder der verschiedenen Autorengenerationen vertreten: aus der Gründergeneration Engelbert Rittinger, Ludwig Fischer, Georg Wittmann, Erika Áts; aus der mittleren Generation Claus Klotz, Valeria Koch, Josef Michaelis. Es sind zwar Autoren aus der Auswahl rausgeblieben – wie etwa Robert Becker, Koloman Brenner oder eben Angela Korb –, eine Bestandsaufnahme ist jedoch – wie auch im Falle der Vorstellung der Literatur der anderen zwölf Nationalitäten – gewährleistet.

Der besondere Beitrag des Bandes zur Verständigung zwischen den Nationalitäten Ungarns bzw. zwischen der Mehrheitsnation ist in der Vermittlung von Werten, im vorliegenden Fall eben von literarischen Werten zu sehen. Eine Ergänzung dieses Vermittlungsprozesses stellt die Präsentation der Werke von bildenden Künstlern der 13 Nationalitäten (von den VUdAK-Mitgliedern sind Manfred Karsch, István Damó, Gábor Kovács-Gombos, Antal Dechant, Volker Schwarz und Péter Berentz vertreten) in der Auswahl von Ákos Matzon dar, die eine weitere Station der (kulturellen) Annäherung zwischen den Minderheiten etwa in Form eines weiteren, dieser Thematik gewidmeten Bandes bedeuten könnte.

Karl B. Szabó


*Együtt jobb! Nemzetiségi irodalmak Magyarországon. Ausgewählt und redigiert von Konrad Sutarski. Kráter, Pomáz, 2014, S. 344

NZ 26/2014

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