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Kolo im Rucksack
„Miteinander“-Lesung kroatisch, deutsch und ungarisch
16. April 2014
Die Reihe „Miteinander“ im Budapester Haus der Ungarndeutschen ist zum festen Bestandteil der Programmgestaltung geworden. Im Rahmen dieser interethnischen Abende treffen Autoren der ungarländischen Minderheitenliteraturen aufeinander, begleitet wird die gemeinsame Lesung mehrerer Schriftsteller von musikalischen Produktionen der einzelnen Minderheiten.

Beim „Miteinander“-Abend am 16. April standen das literarische Werk der ungarndeutschen Autorin Christina Arnold sowie der kroatischen Dichter Marko Dekic und Stjepan Blažetin im Fokus. Die verantwortliche Redakteurin der interethnischen Zeitschrift „Barátság“ Eva Mayer übernahm die Moderation und stellte die Protagonisten des literarisch-musikalischen Abends vor. Kurz zuvor hatte die Zeitschrift im Veranstaltungssaal der Croatica GmbH in Budapest ihr 20-jähriges Jubiläum gefeiert (NZ 12/2014), unter den Gästen im Haus der Ungarndeutschen befanden sich viele bekannte Persönlichkeit der Minderheiten, die an beiden Programmen die Reihen des Publikums stärkten.

Christina Arnold wohnt in Nadasch/Mecseknádasd, auch die Leser der NZ bzw. das Publikum der Sendung „Unser Bildschirm“ sowie die Zuhörer der Radiosendung „Treffpunkt am Vormittag“ kennen ihre journalistische Tätigkeit. Eva Mayer hob aus ihrer vielfältigen Tätigkeit die „Drillingsgeschichten“ vor, in dieser werden jede Woche die Herausforderungen und der Alltag einer jungen Mutter mit Drillingen geschildert. „Der Osterhase“ – diesen Prosatext wählte Christina Arnold für die Karwoche für das Publikum aus, und auch Gedichte konnte das HdU-Publikum von ihr hören.

Marko Dekic stammt aus Hercegszántó, er gehört seit den Anfängen zu den treuen Barátság-Autoren. Die Moderatorin betonte, dass der Dichter einer sehr wichtigen Aufgabe nachkomme: Er durchreist das ganze Land und hält Lesungen an Schulen, um die kroatische Sprache zu erhalten und zu pflegen. Der Lyriker las in kroatischer und ungarischer Sprache Gedichte.

Stjepan Blažetin gehört zu der jüngeren Generation der kroatischen Lyriker in Ungarn, auch sein Vater war dichterisch in kroatischer Sprache tätig. Neben seiner Tätigkeit als Lyriker sind seine Radnóti-Übersetzungen ins Kroatische wichtige Manifestationen der Kulturvermittlung. Er ist Mitarbeiter des Lehrstuhls für Kroatische Literatur und Sprachwissenschaften der Universität Fünfkirchen. Blažetin bot einen Einblick in sein lyrisches Schaffen und las kroatisch und ungarisch Gedichte.

Musikalisch wurde der Abend von zwei jungen Musikern aus der Branau, von Richárd Patkós und Szilveszter Bality (Dudelsack und Gitarre), gestaltet, das Publikum konnte somit authentische kroatische Volksmusik kennen lernen.

Im Zusammenhang mit dem Holocaust gedachte Eva Mayer der Mitbegründerin der Zeitschrift Barátság, Mária Ember, sie entkam als Kind dem Konzentrationslager und bearbeitete dies literarisch. Anschließend konnten weitere Gespräche bei einem Glas Wein geführt werden, der gelungene Abend hat den Gästen erneut ein Stück Minderheitenliteratur auf den Heimweg mitgegeben. Der Abend war, wie bisher auch, eine gemeinsame Veranstaltung von LdU, HdU, Zentrum, Barátság und VUdAK. Literatur- und Musikliebhaber können auf die nächste Miteinander-Veranstaltung gespannt sein.

A. K.

NZ 17/2014



Szilveszter Bality und Richárd Patkós umrahmten musikalisch die Lesung von Marko Dekic, Christina Arnold und Stjepan Blažetin. Moderatorin war Eva Mayer.
Foto: Bajtai László

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