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Vernissage: 22. September, 18.00 Uhr
Galerie Sigil, 2626 Nagymaros, Magyar u. 2.


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Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler

Ausstellung KÖZELÍTÉS – ANNÄHERUNG – ZBLIŹENIA in Berlin
Beitrag zur Vielfalt Europas
25. Februar 2014
Nach einer erfolgreichen Präsentation in Budapest gelangte nun die Werkschau „KÖZELÍTÉS – ANNÄHERUNG – ZBLIŻENIA“, die in Zusammenarbeit mit dem Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler (VUdAK) und dem Polnischen Kunstforum in Ungarn konzipiert wurde, nach Berlin. Sie versteht sich als künstlerischer Beitrag zur Vielfalt der Minderheiten und Völker im zusammenwachsenden Europa. In der Gemeinschaftsausstellung der beiden in Ungarn tätigen Kunstverbände werden Werke von 17 in Ungarn lebenden polnischen und 21 ungarndeutschen Künstlern präsentiert.

In der Galerie der ungarischen Botschaft war bei der Vernissage am 25. Februar neben der Direktorin des Polnischen Instituts Berlin, Katarzyna Wielga-Skolimowska, dem 1. Vorsitzenden des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler, Johann Schuth, und dem Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Klaus J. Loderer, auch der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, zugegen.

In seinem Grußwort hob Botschafter József Czukor hervor, dass die Ausstellung „Annäherung“ die Vielfalt der Region in der bildenden Kunst zeige. Der Titel der Ausstellung versinnbildliche einen begleitenden, „wertübergreifenden Dialog“ und trage dazu bei, die künstlerische Vielfalt von Ost-Mitteleuropa in Berlin vorzustellen.

Die Einheit und die Kraft Europas liege in dessen Vielfalt, die man mit der Ausstellung „Annäherung“ eindrucksvoll vor Augen geführt bekomme, betonte die Direktorin des Polnischen Instituts Berlin, Katarzyna Wielga-Skolimowska, in ihrer Rede. Der Titel der Ausstellung sei Programm, das Aktualität und die Bestimmung der gemeinsamen Zukunft in Europa ausdrücke.

In seiner Eröffnungsrede erklärte Bundesbeauftragter Koschyk, dass die deutsche Minderheit in Ungarn auch nach eigenem Bekunden ausgezeichnet integriert sei und man auf dem Gebiet des Minderheitenschutzes eng mit Ungarn zusammenarbeite. Hartmut Koschyk dankte VUdAK und dem Polnischen Kunstforum in Ungarn für diese Gemeinschaftsausstellung, die auch eindrucksvoll aufzeige, wie stark die kulturelle Teilhabe der Minderheiten in Ungarn ausgeprägt sei. Die präsentierten Künstler seien als Botschafter ihrer Kulturen „Brückenbauer“, die einen unschätzbaren Beitrag für das Zusammenwachsen der Kulturen in Europa leisten. Auch hob Bundesbeauftragter Koschyk den politischen Beitrag der „Visegrád-Gruppe“, bestehend aus Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik und der Slowakei, für das Zusammenwachsen Europas hervor, die zur Zeit unter der Ratspräsidentschaft Ungarns stehe. Deren Regierungen hatten Ende Januar gemeinsam dazu aufgerufen, die Spirale der Gewalt in der Ukraine zu stoppen. Hartmut Koschyk verwies darauf, dass auch in der Ukraine zahlreiche Minderheiten leben, deren Rechte es zu schützen gelte.

Die Bundesregierung habe sich ihrerseits in ihrer Koalitionsvereinbarung vom November 2013 erneut zu ihrer besonderen Verantwortung für die deutschen Minderheiten in Mittelost- und Südosteuropa sowie den Nachfolgestaaten der Sowjetunion bekannt. Sie sei davon überzeugt, dass die deutschen Minderheiten einen eigenständigen Beitrag leisten können, kulturelle und zivilgesellschaftliche Brücken zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Herkunftsländern der deutschen Minderheiten zu bauen. Insgesamt leiste die Gemeinschaftsausstellung KÖZELÍTÉS – ANNÄHERUNG – ZBLIŻENIA in diesem Zusammenhang einen herausragenden künstlerischen Beitrag zur Vielfalt der Minderheiten und Völker im zusammenwachsenden Europa, was seine uneingeschränkte Unterstützung finde, unterstrich Bundesbeauftragter Koschyk.

Die sehenswerte Ausstellung „Annäherung“ wurde von VUdAK-Sektionsvorsitzendem Ákos Matzon kuratiert und wird im Juni auch dem kunstliebenden Publikum in Stuttgart präsentiert.

Hintergrund:
Im Februar 1992 wurde der Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler gegründet mit dem Ziel, durch die Förderung von Literatur und Kunst zur Identität der Ungarndeutschen beizutragen; das deutschsprachige Schrifttum, die literarischen und künstlerischen Traditionen im Karpatenbecken kennen zu lernen, zu dokumentieren und der Öffentlichkeit bekannt zu machen; die literarische, künstlerische Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Ungarndeutschen zu fördern; die Zusammenarbeit mit Schriftsteller- und Künstlerverbänden in den deutschsprachigen Ländern und der deutschen Minderheit zu pflegen.

Das Polnische Kunstforum in Ungarn feierte 2011 sein 15-jähriges Bestehen. Die Ziele der 1996 gegründeten Organisation sind die Förderung und die Präsentation der in Ungarn lebenden polnischen Künstler, Wissenschaftler und Journalisten bzw. die Präsentation all der geistigen Werte, die die in Ungarn lebenden Polen vertreten. Wie es die Gründer des Forums deklariert hatten, können nur Personen in den Verein aufgenommen werden, die durch ihre Aktivitäten in Bereichen der Wissenschaft oder Kunst bereits anerkannt worden sind.

NZ 10/2014



Die beiden Studentinnen Magdalena Motyl von der staatliche Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und Sylvie Decramer von der Universität der Künste Berlin umrahmten musikalisch die Ausstellungseröffnung und zwar mit einem ungarischen, zwei polnischen und einem deutschen Lied



Der Botschafter von Ungarn, S. E. Dr. József Czukor, die Direktorin des Polnischen Instituts Berlin, Katarzyna Wielga-Skolimowska, Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk und der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Klaus J. Loderer.
Foto: I. F.


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