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Prof. Dr. Krista Zach verstorben
Januar 2017
Die langjährige Geschäftsführerin des Südostdeutschen Kulturwerks (SOKW) und Gründungsdirektorin des Instituts für Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS München), Hon.-Prof. Dr. Krista Zach, ist am 17. Dezember 2016 unerwartet verstorben.

Krista Zach wurde 1939 in Hermannstadt geboren. Sie studierte Anglistik, Romanistik und Kunstgeschichte in Klausenburg und nach ihrer Ausreise nach Deutschland ab 1962 Neuere Geschichte, Geschichte Ost- und Südosteuropas, Politologie und Soziologie in München, Bristol und London. Ihre Dissertation Orthodoxe Kirche und rumänisches Volksbewusstsein im 15. und 16. Jahrhundert (1977), ihre Studie über Die bosnische Franziskanermission im südöstlichen Niederungarn (1979) prägen bis heute das Bild der Historikerin in der deutschen wie südosteuropäischen Fachöffentlichkeit. 1984 wurde sie Geschäftsführerin des SOKW und trug wesentlich zu dessen Ausbau zu einer nach modernen fachlichen Kriterien arbeitenden Forschungsstelle bei. Ab 1999 leitete sie als Gründungsdirektorin den Aufbau des IKGS, das dank ihrem Einsatz 2004 An-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München werden konnte.

Ich hatte das Glück, Anfang der 80er Jahre Krista Zach und andere Mitarbeiter – den Vorsitzenden Franz Hutterer, Stefan Sienerth, Peter Motzan, den Herausgeber der Publikationsreihe Anton Schwob oder den Herausgeber der Südostdeutschen Vierteljahresblätter Adam Stupp – dieser für uns heimatverbliebenen Deutschen wichtigen Institution kennen zu lernen. Bei Kaffee und Kuchen in der Münchner Geschäftsstelle oder im nahe gelegenen Gartenrestaurant wurden Projekte entwickelt. Seminare in Bayern oder im neuen Budapester Goethe-Institut, die unserem wichtigsten Anliegen, dem deutschen Muttersprachunterricht, gewidmet waren, Lesungen ungarndeutscher Schriftsteller bei Tagungen in Graz (Vata Vágyi) oder Tübingen (Claus Klotz). Eine Lesung von Valeria Koch, verbunden mit der Ausstellung von Adam Misch (1992) bzw. die Ausstellungsreihe „Grenzenlos“ (1996) mit Katalog waren gemeinsame Projekte, die mit Hilfe von Krista Zach pragmatisch-praktisch und schnell realisiert werden konnten. Gern unterstützte sie die Herausgabe der Dokumentation „Die ungarndeutsche Literatur der siebziger und achtziger Jahre“ (1991) und von „Der Doppelpatriot“ (1993) mit zwischen 1900 und 1932 entstandenen Texten von Andreas Latzko (1876, Budapest – 1943, Amsterdam). Beide Bücher haben wir dem besten Kenner dieser Materie, des 1995 verstorbenen Budapester Germanisten János Szabó zu verdanken. Den Band „Misch Ádám. Ein Künstlerportrait“ stellte sie selber in Budapest vor.

Johann Schuth
Ehemals korrespondierendes Mitglied des Südostdeutschen Kulturwerkes
NZ 3/2017

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