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Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler

Dem Förderer der ungarndeutschen Bildung und Literatur Béla Szende zum Gedenken
28.09.2011
Rundfunkjournalist, Lehrer, Lehrstuhlleiter der Fünfkirchner Hochschule für Lehrerbildung, Förderer der ungarndeutschen Literatur, engagierter Ungarndeutscher, dies sind einige der Tätigkeitsfelder von Béla Szende gewesen. Kollegen, ehemalige Studenten und Schüler des Valeria-Koch-Gymnasiums in Fünfkirchen versammelten sich in der Österreichisch-Deutsch-Englischen Bibliothek des Germanistischen Instituts in Fünfkirchen, um die Gedenkfeier am 28. September zu gestalten. „Im Zeichen des Erinnerns" begrüßte Institutsleiter Prof. Dr. Zoltán Szendi die Gäste, in der Folge boten Gymnasiasten des Valeria-Koch-Schulzentrums den musikalischen und literarischen Rahmen. Ergreifend war ein Brief, den er an seine StudentInnen nach Leipzig geschickt hatte und der von den Adressaten - heutigen Lehrerinnen des Koch-Gymnasiums - vorgetragen wurde. Darin kommt die engagierte, interessierte, sich um ihre Zöglinge kümmernde Persönlichkeit zum Vorschein.
Als „guten Berater, Gesprächspartner, Mentor und Betreuer von Autoren" bezeichnete ihn Johann Schuth, 1. Vorsitzender des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler, der die Sensibilität von Szende für die ungarndeutsche Literatur hervorhob. Szende ließ bereits in den sechziger Jahren ungarndeutsche Autoren in der Fünfkirchner Rundfunksendung zu Wort kommen und ist als Mitbegründer der Literatursektion (1972) zu bezeichnen. Auch das Preisausschreiben „Greift zur Feder" (1973) geht auf seine Initiative zurück. Seine Korrespondenz mit ungarndeutschen Autoren waren von Ratschlägen und von behutsamer Kritik gekennzeichnet. Béla Szende gab zwei große Anthologien (Jahresringe, Bekenntnisse - Erkenntnisse) heraus und schrieb zahlreiche Vor- und Nachworte, hielt Vorträge im In- und Ausland über die ungarndeutsche Literatur. Schuth hob hervor, wie beeindruckend er Béla Szendes Umgang mit seiner Krankheit empfunden hat, die er mit Humor akzeptiert hatte.
„Ihm habe ich zu verdanken, daß ich hier bin", sagte Katharina Wild, Professorin em. des Germanistischen Instituts zu Fünfkirchen, Landsmännin von Béla Szende, denn beide stammen aus Bawaz. Im Namen der ehemaligen StudentInnen hob Susanne Kiss die verzaubernde magische Gestalt des Lehrers vor, der seine geistigen Höhen und emotionalen Tiefen seinen StudentInnen weitergegeben habe. Institutsleiter Szendi unterstrich die feine Urbanität von Szende und seine Verdienste im Hinblick auf Lehre und Forschung. Nach den Gedanken und Erinnerungen zu und an Béla Szende ertönte Mozarts Musik, die des Lieblingskomponisten des engagierten Ungarndeutschen und des Literaturwissenschaftlers. Béla Szende werden wir lange in Erinnerung behalten!

A. K.

NZ 40/2011


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