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Vernissage: 23. Juli, 11.00 Uhr
Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Gospertstraße 1 in 4700 Eupen, Belgien


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Reihe Literatur
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ZeiTräume - ein erlesenes VUdAK-Album



Neuerscheinung: Wittmann-Lebenswerkband "Schwarze Wolken"


Neuerscheinung: Schwarz-Szily-Wagner-Katalog "Seelenwelten"

Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler

Vielfalt in Wort und Bild
Erfolgreiche VUdAK-Präsentation im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm
23.09.2010
„Er ist ein Unikum, dieser Verband der ungarndeutschen Autoren und Künstler (VUdAK), denn wie der Name schon sagt: In ihm haben sich rund 20 Autoren und 20 bildende Künstler zusammengeschlossen - nicht nach stilistischen oder konzeptionellen Maßgaben, sondern aus rein ethnischen Erwägungen. Alle Mitglieder gehören zur deutschen Minderheit in Ungarn" - berichtete Helmut Pusch im Kulturspiegel der Südwest Presse vor der VUdAK-Vernissage im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm.
„ZeiTräume" ist die Ausstellung betitelt, in diesem Namen versteckt sich das doppelte Wortspiel Zeit-Raum sowie Zeit-Traum: Visionen, Träume und Räume in der zeitgenössischen ungarndeutschen Kunstszene. Mit demselben Titel ist druckfrisch das VUdAK-Kunstalbum zum 15jährigen Jubiläum als Begleitkatalog der Ulmer Gemeinschaftsausstellung präsentiert worden. Im Geleitwort des 1. Vorsitzenden des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler, Johann Schuth, wird u. a. die Gründungsgeschichte heraufbeschworen. „Anschluß gefunden an die internationale moderne Entwicklung" heißt es im Titel. Und gerade dieser Titel wurde zum Geleitwort der Vernissage am 23. September im Ulmer Donauschwäbischen Zentralmuseum, denn wie es verdeutlicht wurde, führe der Weg in die Europäische Union durch Deutschland, zu den Wurzeln und Vaterland der Vorfahren der Mitglieder, so Dr. Wolfgang Schulz, Vorsitzender der KünstlerGilde Esslingen, in seiner Einführung in die Ausstellung.
Am lauen Spätsommerabend begrüßte DZM-Direktor Christian Glass die Besucher der ersten „Gesamtschau" von VUdAK. Über die Vielfalt und den Facettenreichtum der Donaukulturen sprach Dr. Dezsô Szabó, Direktor für Internationale Beziehungen am Balassi-Institut Budapest, in seinem Grußwort und wies darauf hin, zwei Leitmotive würden die kulturpolitische Diplomatie Ungarns im kommenden Jahr bestimmen: Die EU-Präsidentschaft sowie die aktuelle Donaustrategie. Das ZeiTräume-Album legte der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Klaus J. Loderer, dem Publikum ans Herz. Im Album würden die lebhafte und international geschätzte Kunstszene sowie die lebendige deutschsprachige Literatur, deren Wurzeln noch an Ladislaus Pyrker und andere Pesther und Ofner Autoren im 18. - 19. Jahrhundert anknüpften, verbindend dargestellt.
Bei der Gesamtschau ginge es nicht um das Erinnern an historische Begebenheiten, eher handele es sich um das Aufzeigen des Ankommens in Ungarn und in Europa. Der Verband sei „Botschafter der Ungarndeutschen in der gemeinsamen Europäischen Union", meinte Dr. Wolfgang Schulz, der in seiner Einführung zu fast jedem bildenden Künstler und allen Autoren einige treffende Worte fand.
Die repräsentative „ZeiTräume"-Ausstellung bildet einen Querschnitt des Kunstschaffens der Mitglieder des VUdAK, 15 Jahre werden präsentiert, auch verstorbene bildende Künstler sind durch je ein Werk vertreten (Adam Misch, Michael Pantl, Tibor Nádler, Ildikó Simsay, Anna Szilasi). „Die Gruppe ist nun gereift" - war das Fazit des Bildhauers Tibor Budahelyi, der mit der Künstlertruppe aus Ungarn angereist war. Diese geistige Reife bedeutet keine Stileinheit und auch keine Niveaugleichheit, jedoch ist die Stärke der Künstlervereinigung die Vielfalt, die Präsentation der unterschiedlichsten Techniken, Materialien und Gattungen. Eine besondere Form der Verflechtung der Exponate mit den literarischen Texten stellen die kreis-, dreieck- und quadratförmigen mobilen und farbigen Texttafeln dar, die die Präsentation ergänzen und begleiten. Auch Textteile, Zitate führen durch die ausgestellten Kunstwerke. Ákos Matzons (Sektionsvorsitzender und Kurator) architektonisch-geometrische Ausdrucksweise, Antal Dechandts lyrische hölzerne Landschaften, Tibor Budahelyis geometrisch-spielerische Skulpturen, László Hajdús poetische Gemälde, Beáta Hajdús kunstvolle Lyrikaussagen im Gemälde, Géza Szilys aussagekräftige Pinselstriche, Josef Bartls gewohnte traditionelle Moderne, Manfred Karschs belebende, farbenfrohe Bilder, Antal Lux's Videoinstallationen sind nur eine ungefähre Auflistung, wofür es sich lohnt, die Gesamtschau des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm bis zum 9. Januar 2011 besichtigen zu wollen.
Danach werden die Werke sortiert: eine Auswahl dieser Ausstellung wird in der Brüsseler Vertretung des Landes Baden-Württemberg gezeigt, andere Werke werden in Esslingen in den Räumlichkeiten der KünstlerGilde Platz finden - auch diese zwei folgenden Ausstellungen stehen für den Erfolg der Ulmer Präsentation. Herzlichen Dank an das Team des Donauschwäbischen Zentralmuseums Ulm, besonders an Kuratorin Henrike Hampe, an das Ungarische Institut in Stuttgart (Transport) und natürlich an die zukünftigen Partner: die Brüsseler Vertretung des Landes Baden-Württemberg und die Künstlergilde Esslingen.

Angela Korb

An den Sonntagen, 10. und 24. Oktober, jeweils um 14.00 Uhr gibt es öffentliche Führungen durch die Ausstellung „ZeiTräume".
Am 28. Oktober werden Robert Becker (Vorsitzender der VUdAK-Literatursektion) und Angela Korb lesen.
Donauschwäbisches Zentralmuseum, D-89077 Ulm, Schillerstraße 1, Tel: ++49 0731 / 9 62 54 - 0, Fax: ++49 0731 / 9 62 54 - 200, info@dzm-museum.de, www.dzm-museum.de

NZ 40/2010


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Johann Schuth, Dr. Wolfgang Schulz, Tibor Budahelyi, Angela Korb, Antal Dechandt, János Wagner (verdeckt) Henrike Hampe, Ákos Matzon, Christian Glass, Manfred Karsch und László Hajdú in der ZeiTräume-Ausstellung
Foto: I. F.


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Zwischen Besuchern und Künstlern konnte ein lebhafter Dialog entstehen
Foto: I. F.


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In der Ulmer Kulturnacht kamen zahlreiche Besucher ins Museum, die unter Anleitung von Volker Schwarz (selbst ein Ulmer) und Ákos Matzon ihre malerischen Fähigkeiten ausprobieren und das Ergebnis auf einer Wand anbringen konnten. Selbst Direktor Christian Glass griff zum Pinsel.
Foto: Trudi Matzon

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