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„Im Geschmack wurzelt die Stilistik der Schöpfung"
Tibor Budahelyis Ausstellung im Budapester Fészek-Klub
08.04.2010
Eine eigene familiäre Stimmung herrschte im Hermann-Saal des Budapester Fészek-Klubs bei der Vernissage der Ausstellung des Bildhauers Tibor Budahelyi. Wegen Verkehrsstau verzögerte sich die Eröffnung ein wenig, diese Zeit wurde jedoch genutzt, um die Werke zu betrachten und intensive Gespräche um und über die Kunst zu führen. Eine Summierung des 65jährigen Künstlers (VUdAK-Mitglied) steht nun im Vordergrund seines Schaffens, die gezeigten Gemälde sind kompakte Abbilder der lyrischen Sprache des vielseitigen Künstlers. Alle von ihm verwendeten Materialien sind zu einer organischen Einheit zusammengefügt: Stahl, Glas, Holz, Fell, Haare verbinden sich in einer Dreieckform zur Ausdrucksquelle Budahelyis. Einerseits ist es das Besingen der ewigen Weiblichkeit, sind es Widerspiegelungen von seelischen Momenten, andererseits Augenblicke der Besinnlichkeit, der Ruhe, die seine Werke prägen.
Tibor Budahelyi fungierte am 8. April bei der Vernissage als Aussteller und auch als Kurator: über 200 Ausstellungen hat er schon mit gekonntem künstlerisch-ästhetischem Blick eingerichtet. István Janáky führte in die Sichtweise und Werke Budahelyis ein und faszinierte das Vernissagepublikum durch eine einfache Art des Erklärens, Kunst und Kitsch voneinander zu trennen. „Im Geschmack wurzelt die Stilistik der Schöpfung", so Janáky, „bei dem Wert eines Kunstwerks zählt der Geschmack, bei Budahelyi treffen wir auf viele schöne Werke." Budahelyi belebe die geometrischen Traditionen und strebe durch seine Werke der Universalität zu.
Die Individualität des Bildhauers, seine eigene Tonart und Kunstsprache verleihen den Werken gewiß den Aspekt der Selbstfindung. Wie dies bei jeder Kunstart der Fall ist. Da sich der nicht gerade imposante Ausstellungssaal im zweiten Stock des Fészek-Klubs befindet, kann der Besucher auch einen Blick in die eindrucksvollen Räumlichkeiten und auf die architektonische Gestaltung des Klubs werfen, die von der vergangenen Glanzzeit einer lebhaften Epoche des Fészek-Klubs zeugen. Nostalgie erweckte bei Kunstkonsumenten der älteren Generation, daß auch Budahelyi sich vor Jahrzehnten im Fészek-Klub vorgestellt hatte. Neben dem seelischen Nahrungsmittel gab es Schmalzbrot und Wein zur Nostalgie.
Das nächste große Projekt Budahelyis ist neben zwei großen Ausstellungen in der kommenden Saison in der Ráday-Galerie und im Haus der Ungarndeutschen ein öffentliches Werk in Tschepele, eine monumentale Stahlkonstruktion als Denkmal für die bei der Arbeit Verunglückten. Interessenten können Budahelyis Summierungs-Querschnitt im Budapester Fészek-Klub (VII., Kertész u. 36) bis zum 23. April besichtigen.

angie

NZ 16/2010





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