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Stiefkind der Sprache im Haus der Ungarndeutschen
10.04.2008
Valeria Koch verließ uns vor zehn Jahren am 25. Feber im Alter von 49 Jahren für immer. Am 22. April würde sie ihren 59. Geburtstag feiern. "Valeria Koch ist der Fixstern am ungarndeutschen Literaturhimmel", sagte der Germanist János Szabó in seiner Laudatio am 6. Juni 1993 in Backnang anläßlich der Verleihung des Ungarndeutschen Kulturpreises an die Dichterin.
Valeria Koch wurde 1949 in Surgetin geboren, legte 1967 im deutschen Nationalitätengymnasium Klara Leôwey in Fünfkirchen die Matura ab. Sie studierte Germanistik und Hungarologie in Szegedin, Journalistik und Philosophie in Budapest, unterrichtete an der Alma Mater und leitete zehn Jahre lang ein Übersetzungsseminar am Germanistischen Institut der Eötvös-Loránd-Universität Budapest. Sie war als Redakteurin der Neuen Zeitung und Hungarian Trade Journal tätig. Ihre Doktorarbeit schrieb sie über Martin Heidegger. Sie war Redakteurin und Autorin der Kinderanthologie IGELE-BIGELE, Co-Autorin zahlreicher ungarischer, ungarndeutscher, bundesdeutscher, österreichischer, schweizerischer, italienischer usw. Literaturzeitschriften und Anthologien und hielt oft Lesungen in Ungarn und auf deutschem Sprachgebiet.
Zahlreiche Preise zeugen von der Anerkennung ihrer literarischen Tätigkeit: Die Verleihung des Förderpreises des Donauschwäbischen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg am 5. Dezember 1997, eine Lesung im Stuttgarter Kulturinstitut Ungarns am selben Tag und die Präsentation ihres ungarischen Gedichtbandes am 11. Dezember 1997 im Budapester Rátkai-Klub waren die letzten schönen Erlebnisse in ihrem kurz bemessenen Leben.
Eine Auswahl ihrer deutsch erschienenen Verse und Kurzprosa unter dem Titel "Stiefkind der Sprache" stellte Valeria Koch noch vor ihrem Tod zusammen. Sie erschien 1999 in der Reihe VUdAK-Bücher. Seit über zwei Jahren ist kein einziges Exemplar des Buches mehr käuflich erwerbbar. Das spricht dafür, daß die Ungarndeutschen Valeria Koch nicht vergessen haben, daß ihr literarisches Werk Bestand hat. Und daß das Schulzentrum in der Fünfkirchner Tiborc-Straße, welches einen Kindergarten, eine Grundschule und ein Gymnasium umfaßt, seit geraumer Zeit den Namen der Dichterin trägt, unterstreicht diese Tatsache. Mit Freude kann man feststellen, daß sich die jeweilige schulische Jugend mit dem Werk von Valeria Koch auseinandersetzt.
Nun liegt die zweite Auflage des Buches "Stiefkind der Sprache" vor, sie wurde am 10. April im Budapester Haus der Ungarndeutschen vorgestellt. Árpád Hetényi und Angela Korb (Foto) trugen Texte aus dem Band vor. Herausgeber Johann Schuth sprach Dr. Maria Erb vom Germanistischen Seminar der Budapester ELTE und Maria Wolfart vom Werischwarer Schiller-Gymnasium ganz besonderen Dank aus. Sie haben bei der Überprüfung der Texte hervorragende Arbeit geleistet und wesentlich dazu beigetragen, daß diese zweite Auflage nun hoffentlich ganz den Intentionen von Valeria Koch entspricht.

NZ 16/2008



Árpád Hetényi und Angela Korb bei der Buchpräsentation

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