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ZeiTräume - ein erlesenes VUdAK-Album



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Neuerscheinung: Schwarz-Szily-Wagner-Katalog "Seelenwelten"

Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler

Gedenkabend zu Ehren von Josef Mikonya
24.09.2007
Vor einem Jahr ist er von uns gegangen - Josef Mikonya. Tarian gedachte seines Geschichtsschreibers, Schriftstellers und Ehrenbürgers am 24. September. Groß und Klein kam im Kulturhaus von Tarian zusammen, um an das Leben und die Tätigkeit von Josef Mikonya zu erinnern. Die Tarianer sind stolz auf ihn, ließ er doch für die ältere Generation in seinen Werken die Schönheit der schwäbischen Sprache, die Traditionen und die Geschichte ihrer Ahnen in Erinnerungen aufleben. So wurden diese Dinge auch der jüngeren Generation erlebnisvoll bekannt und an sie weitergegeben.
Der Nationalitätenchor unter Leitung von Franciska Godó trug Tarianer Volkslieder vor, die Mikonya besonders gern gehabt und mitgesungen hatte. Stefan Fülöp, Vorsitzender der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung in Tarian, und Bürgermeister Johann Jelli begrüßten die Anwesenden, natürlich in erster Linie die Familie, die Mann, Vater und Opa verloren hat.
Johann Schuth, Chefredakteur der Neuen Zeitung und Vorsitzender des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler würdigte das Lebenswerk von Josef Mikonya. Er habe ihn 1973 kennen gelernt - in diesem Jahr konnte er als Jurymitglied zahlreiche Einsendungen zum Wettbewerb „Greift zur Feder!" lesen. In der preisgekrönten Geschichte „Mädchen am Heuplatz" beschrieb Mikonya die Tarianer Dienstmädel, die am Heuplatz in Budapest von den Bürgerfrauen als Haushaltshilfe ausgewählt wurden. Das sei auch in der Schwäbischen Türkei so gewesen, daß sich Mädchen aus den schwäbischen Dörfern in den Städten „dienen" gingen. Mikonya wollte nicht einen Kopf größer sein als die anderen, mit dieser bescheidenen Haltung habe er den Tarianern, aber auch der ungarndeutschen Gemeinschaft viel gegeben. Mit einem scharfen Blick habe er die Lebensschicksale der Dorfleute betrachtet und beschrieben.
Dora Bakos, Richard Schneider und Patrick Schneider trugen je eine Erzählung, bzw. Mundartgedichte von Mikonya vor. Der Kinderchor der Grundschule sang unter Leitung von Agnes Schneider-Bachmann hiesige Volkslieder. Katinka und Bence Árendás bereicherten den Abend mit Geigen- und Klaviermusik.
Dieser Abend bewies uns allen, wie wichtig unsere Sprache, Tradition, Kultur und damit auch die Persönlichkeit, die dafür besonders viel getan hat, für unsere Gemeinschaft sind: Wir behalten Josef Mikonya in unserer Erinnerung!

E.H.

NZ 40/2007



Der Kinderchor der Grundschule

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